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Aktuelles: Bauherrenpreis 2022 für Regensburger Sanierungsobjekt

 
 
14.10.2022

Von: K. Dehne

Das Regensburger Preisgericht war sich einig, dass die folgenden Beiträge die Stadt Regensburg zum Thema „Hervorragende Sanierung oder Neubau im historischen Stadtkern“ am besten repräsentieren und empfahlen diese weiter an die Schlussjury in Stralsund. Dort kam am 6. und 7. Oktober 2022 die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte zu ihrer turnusgemäßen Tagung und zur Vergabe der Bauherrenpreise zusammen.


Schattenhofergasse 9 - Bauherrenpreis

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Die Sanierung des ehemaligen Stadels zeigt ein außergewöhnliches Engagement des Bauherrn mit Hingabe zum Detail ebenso wie zur bauzeitlichen Struktur des Hauses. Dabei wird die Geschichte des Hauses spürbar und der ursprüngliche Charakter des Gebäudes trotz energetischer Sanierung bewahrt. Obwohl hier eine Umnutzung zu Wohnen erfolgt ist, wurde in den Bestand nur minimal eingegriffen. Die Eingriffe sind auf allen Ebenen maßvoll und präzise erfolgt. Die Maßnahme ist ein gelungenes Beispiel für den einfühlsamen und respektvollen Umgang mit dem historischen Erbe. Die Entscheidung des Bauherrn, das Gebäude nicht in mehrere Nutzungseinheiten aufzuteilen und sich damit dem Risiko wirtschaftlicher Einbußen auszusetzen, verdient besondere Anerkennung.
 


Am Brixener Hof 2 – Anerkennung

Hier das Plakat zur neuen Synagoge Am Brixener Hof 2 ansehen
Neubau, Sanierung und Anpassung an den Bestandsbau: Der Neubau überzeugt vor allem durch seine städtebauliche Körnung und Maßstäblichkeit, die hohe Qualität im Detail, seine Proportion und die Ausarbeitung der Fassade.
Die besondere und dennoch zurückhaltende Gestaltung der Fassade hebt den Baukörper in seiner städtebaulichen, aber auch emotionalen Bedeutung aus dem Stadtraum heraus und gibt ihm eine neue Bedeutung. Die Öffnungen in den Straßenraum sowohl Am Brixener Hof als auch zur Luzengasse schaffen eine räumliche Verbindung ebenso wie einen angemessenen Schutzbereich.
Die lichtdurchlässige Konstruktion der Kuppel wirkt sowohl in den Sakralraum als auch nach außen. Der Umgang mit dem denkmalgeschätzten Altbau und die erforderlichen Anpassungen sind mit Fingerspitzengefühl und Zuwendung zum Detail erfolgt.
Insgesamt eine beispielhafte Lösung für das neue Bauen im historischen Umfeld.

Wahlenstraße 18 – Anerkennung

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Das Einzeldenkmal bietet mit seiner Grundsubstanz zahlreiche Anhaltspunkte für das mit der Sanierung erfolgte behutsame und präzise Herausarbeiten seiner Qualitäten. Der Bauherr hat sich den Herausforderungen gestellt und die neue Nutzung dem Denkmal weitgehend untergeordnet. Die vorgefundene Substanz wurde handwerklich hervorragend und mit starker Orientierung an den historischen Details saniert. Das Gebäude kommt in Bezug auf seine Außenwirkung im stadträumlichen Zusammenhang wieder voll zur Geltung und leistet einen wichtigen Beitrag für eine Stärkung der gesamten Wahlenstraße. Bedauerlich ist, dass die romanischen Keller nicht mehr zugänglich sind, da sie notwendigerweise als Technikräume genutzt werden müssen.
 


 
 
 
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