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Aktuelles: Herbstsitzung der AG in Görlitz

 
 
18.02.2021

Von: K. Dehne, Regensburg

Die Herbsttagung in Görlitz bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Arbeitssitzung einen umfangreichen Einblick in aktuelle Görlitzer Entwicklungen. Ein Hauptaugenmerk lag auf dem Brautwiesenbogen, der zunächst im Überblick anhand von Präsentationen vorgestellt wurde. Vor allem aber die anschließende Begehung des Gesamtareals einschließlich des Besuchs des Soziokulturellen Zentrums Werk I, der Hefefabrik, des ehemaligen Schlachthofgeländes, des Medizinischen Labors Ostsachsen, des Brautwiesenparks und der Waldorfschule ermöglichte einen nachhaltigen Eindruck von der räumlichen Dimension und der inhaltlichen Vielfalt des Gesamtvorhabens, das die Stadt Görlitz zur nachhaltigen Aufwertung ihrer westlichen Innenstadt vorantreibt. Die Regensburger Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft zeigte sich beeindruckt: „Görlitz hat sich für den richtigen Weg entschieden. Lebensfähig und lebenswert sind zukünftig die Städte, in denen es gelingt, vielfältige Funktionen und Nutzungen wieder näher aneinander zu führen und dafür die Potentiale vorhandener Bauten und brachgefallener Flächen zu nutzen. Der hohe Aufwand in der Vorbereitung solcher Gesamtprojekte mit Einbeziehung vieler Akteure einschließlich der Bürgerschaft bildet die Grundlage für den Erfolg in zwei Schwerpunkten, die unsere Städte gleichermaßen betreffen: die breite gesellschaftliche Anerkennung der Teilprojekte sowie ein Lösungsansatz für die klimagerechte Entwicklung auf städtischer Ebene.“ Oberbürgermeister Octavian Ursu sagte dazu in einem weiteren Gespräch: „Gerade diese beiden Aspekte motivieren mich, mein Ziel der klimaneutralen Stadt Görlitz 2030 erneut zu bekräftigen. Dieses verknüpfe ich mit dem Streben nach zukunftsorientierter wirtschaftlicher Entwicklung in unserer Stadt.“ Diese thematischen Ansätze mündeten in einen weitreichenden Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Zukunft ihrer und vergleichbarer Städte, denn unter anderem die Stichworte Corona, Einzelhandel in der Innenstadt, Digitalisierung, Bauen im Bestand versus Substanzerhalt, öffentlicher und individueller Fahrzeugverkehr prägen die Aufgaben der Fachleute in allen Städten. Das 50-jährige Jubiläum des Bestehens der Arbeitsgemeinschaft wollen die Mitglieder gern feiern, vor allem aber nutzen, um auf der Bundesebene ihre Überlegungen zur Zukunft der historischen Städte aufzuzeigen. In gleicher Weise hatte die Arbeitsgemeinschaft zu ihrem 40-jährigen Bestehen die konkreten Herausforderungen der Städtebauförderung verdeutlicht und damit einen Beitrag dazu geleistet, dass sich die seit 2019 neuen Programme der Städtebauförderung tatsächlich flexibler handhaben lassen.


 
 
 
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