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Aktuelles: AG 2019 in Bamberg

 
 
20.03.2019

Von: B. Maaß

Im Fokus der Diskussionen stand der Umgang mit der Telekommunikationsinfrastruktur in historischen Städten und konkret die „Stadtbild-Verträglichkeit“ so genannter Multifunktionsgehäuse (MFG). Zum Meinungsaustausch hierüber war die Deutschen Telekom Technik GmbH eingeladen. Diese beteiligt sich als Telekommunikationsunternehmen am Aufbau eines modernen hochleistungsfähigen Telekommunikationsnetzes in Deutschland, um die stark wachsenden Datenvolumina der Telekommunikation zu bewältigen. Ziel ist es, flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen zu gewährleisten. Bei der Erreichung dieses Ziels dürfen aber andere berechtigte Interessen nicht außer Acht gelassen werden. Hier betrachtet die AG Historische Städte mit Sorge eine Entwicklung, die zu starken Beeinträchtigungen insbesondere in den historischen Innenstädten führen. Die Rede ist von der zunehmenden Flut von Anträgen zur Aufstellung von Verteilerkästen, wie die MFG landläufig auch bezeichnet werden. Diese haben zudem eine Größe und Gestalt erreicht, die mit der historischen, oftmals denkmalgeschützten Bebauung in unseren Städten nicht verträglich sind.

Die Telekom selbst hat den Gestaltungsbedarf erkannt und aktuell die Aktion „AUS GRAU WIRD BUNT“ initiiert. Im Zusammenhang damit geht es vor allem um Eigentumsrecht, Motiv-Auswahl und technische Fragen. Für die AG wiederum ist die Abstimmung mit den Gemeinden vorrangig und vor allem die „Stadtbild-Verträglichkeit“. Grundsätzlich sind Vorgaben gemäß Baugesetzbuch oder den jeweiligen Landesbau-ordnungen einzuhalten. So gilt in Bayern im Stadtdenkmal die Erlaubnispflicht nach Artikel 6 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) – und damit auch für MFG ein Abstimmungsbedarf. Technische Verteilerkästen werden ausschließlich zur Bereitstellung von Infrastruktur genehmigt, nicht als Werbestandort im öffentlichen Straßenraum. Aus Sicht der AG-Mitglieder ist eine kreative Gestaltung der MFG zwar denkbar, nicht jedoch in historisch sensiblen Bereichen. Hier stellt eine bunte Farbfassung oder die Werbebeschriftung eine störende Konkurrenz zum Umfeld dar. Demzufolge auch die Forderung der Städte nach – möglichen – technischen Alternativen, der Integration in vorhandene Infrastruktur bis hin zum Verzicht im öffentlichen Raum. Es war ein erstes persönliches Zusammenkommen und diente der Sensibilisierung. Die Telekom hat mehr Transparenz und Rückkopplung mit den Kommunen zugesagt. Sowohl intern wie mit den Telekommunikationsanbietern selbst sollen weitere Gespräche auf der Suche nach verträglichen Lösungen folgen.


 
 
 
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