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Aktuelles: AG Historische Städte tagte in Görlitz

 
 
16.03.2018

Von: B. Maaß
Im Rahmen der Frühjahrstagung wurde in Görlitz das Großprojekt der Sanierung und Neubelebung des ehemaligen Wagonbaugeländes Werk I / Furnierhalle vorgestellt. Die derzeitige Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte, die Lübecker Bausenatorin Joanna Glogau, lobte, dass die künftigen Nutzer von Anfang an in die Planungen und strategische Ausrichtung einbezogen worden sind. Der Görlitzer Bürgermeister Dr. Michael Wieler betonte die Bedeutung des Objekts: „Es ist nicht nur das inhaltliche Potenzial, welches mit diesem zentralen Zentrum erschlossen wird – es geht auch um die Revitalisierung eines Gebäudekomplexes mit einzigartiger Kubatur in der Einflugschneise von Görlitz.“ Wegen der Sanierung und Umnutzung weiterer Gebäude auf dem Areal, wird der dicht besiedelte zentrumnahe Stadtteil deutlich aufgewertet werden. Neben dem Werk I Projekt sehen die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsstädte viel Potenzial in der Kreativwirtschaft der östlichsten Stadt Deutschlands. Ein Besuch der Jakobpassage hat diesen Eindruck nachhaltig bestätigt. Frau Claudia Muntschick vom Zentrum für Kreativwirtschaft lieferte mit ihrem Vortrag „Kreativwirtschaft als Impuls für Stadtentwicklung“ eindrucksvolle Beispiele für die bisherigen Erfolge in Sachsen. Seit Anfang der 1990er Jahre sind in die Sanierung von Görlitz über eine Milliarde Euro öffentliche und private Mittel geflossen. In der Innenstadt liegt der Sanierungsstand bei rund 90 Prozent. Die östlichen Gründerzeitgebiete können mit einem Sanierungstand von rund 65 Prozent aufwarten. Doch es gibt auch andere Stadtgebiete: Das westliche Gründerzeitviertel um Bahnhofstraße, Brautwiesen- und Rauschwalder Straße ist zu gut 50 Prozent unsaniert. Hier konzentrieren sich auch die Folgen ausbleibender Erhaltungsmaßnahmen. Um auf die besondere Bedeutung privater Investoren hinzuweisen und gelungene Sanierungen der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist jetzt der nunmehr sechste Bauherrenpreis der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte ausgelobt worden. Anlässlich des ECHY 2018 (European Cultural Heritage Year 2018) führt die AG parallel dazu in diesem Jahr einen Schülerwettbewerb durch. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, das Interesse junger Menschen an historischen Städten zu wecken.

 
 
 
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