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Bamberg

Wer durch Bamberg geht, bewegt sich nicht durch eine rekonstruierte Kulisse, sondern durch ein Stadtgefüge, das seit dem frühen Mittelalter in seltener Geschlossenheit erhalten geblieben ist. Die Altstadt von Bamberg wurde 1993 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – als außergewöhnliches Beispiel für das Zusammenwirken geistlicher, herrschaftlicher und
bürgerlicher Kräfte in einem authentisch überlieferten Stadtraum.

Auf rund 142 Hektar Welterbegebiet mit großzügiger Pufferzone sind mehr als 1.200 Baudenkmäler verzeichnet – eine in Europa bemerkenswerte Dichte. 
Die Stadt entwickelte sich aus drei eigenständigen Siedlungskernen:
Die Bergstadt mit Dom und ehemaliger Fürstbischofsresidenz bildet das geistliche Zentrum. Die im 12. Jahrhundert planmäßig angelegte Inselstadt zwischen den Armen der Regnitz wurde zum bürgerlichen Handelsplatz.
Die Gärtnerstadt schließlich ist bis heute durch ihre Anbauflächen und Gärtnerhäuser geprägt – ein städtebauliches Erbe mit lebendiger Nutzungstradition.

Auch in Bamberg stand die historische Substanz in der Nachkriegszeit unter erheblichem Veränderungsdruck. Modernisierungsabsichten und neue Verkehrsplanungen stellten die Altstadt in den 1960er- und 1970er-Jahren vor große Herausforderungen. Mit dem gezielten Einsatz der Städtebauförderung konnte jedoch früh ein Kurswechsel eingeleitet werden: Erhalt vor Abriss, behutsame Erneuerung statt struktureller Überformung. Seither wurden zahlreiche Gebäude saniert, öffentliche Räume aufgewertet und die Wohnfunktion der Altstadt nachhaltig gestärkt.

Charakteristisch für Bamberg ist die Kontinuität seiner Nutzungen: Der Domberg erfüllt weiterhin kirchliche Aufgaben, die Inselstadt bleibt wirtschaftliches Zentrum, und in der Gärtnerstadt wird noch immer angebaut. Wohnen, Arbeiten und Handel finden in historischer Substanz statt. Diese lebendige Nutzung bildet eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Erhalt des Welterbes.

Gleichzeitig steht die Stadt vor aktuellen Aufgaben wie Klimaanpassung, nachhaltiger Mobilität im sensiblen Altstadtgefüge, energetischer Sanierung denkmalgeschützter Gebäude und einem verantwortungsvollen Umgang mit Besucherströmen. Die Bewahrung der einzigartigen Stadtstruktur bleibt zentrale Aufgabe der Stadtentwicklung – mit dem Ziel, ihre Authentizität zu sichern und zugleich Raum für zeitgemäßes Leben zu schaffen.

 

Kontaktadresse

Stadt Bamberg
Stadtplanungsamt 
Untere Sandstraße 34
96049 Bamberg
Tel. 0951 87-1621
stadtplanungsamt@stadt.bamberg.de