Stadtraum Neuer Markt
Um die positive Entwicklung der Altstadt fortzuführen und den innerstädtischen Funktionsverlust nachhaltig zu bewältigen, ist die Neuordnung des größten Platzes und zweiten Marktplatzes in der Hansestadt Stralsund als Bestandteil des Areals „Stadtraum Neuer Markt“ unabdingbar. Ziel ist die Schaffung eines Stadtraumes von hoher städtebaulicher Qualität und gesteigerter Aufenthaltsqualität, um somit Platz für soziale Zusammenkünfte im kleinen und großen Kreis zu bieten.
Die Hansestadt Stralsund strebt eine Neugestaltung des Areals „Stadtraum Neuer Markt“ an. Dieser wichtige öffentliche Raum gehört zum städtebaulichen Ensemble der Altstadt, das den Schutz als UNESCO-Welterbe genießt. Zugleich prägt er das wirtschaftliche, kulturelle und geistige Zentrum der Stadt und Region.
Um die positive Entwicklung der Altstadt fortzuführen und den innerstädtischen Funktionsverlust nachhaltig zu bewältigen, ist die Neuordnung des größten Platzes und zweiten Marktplatzes in der Hansestadt Stralsund unabdingbar.
Zugleich sind im Zuge der Profilierung der Altstadt von Stralsund als Einzelhandelsstandort, Tourismusziel und Anziehungspunkt für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt neue Ansprüche herangereift. Eine multifunktionale Nutzbarkeit und die daraus resultierende veränderte Erschließung dieses öffentlichen Verkehrs- und Stadtraumes sowie eine zeitgemäße Aufenthaltsqualität im Alltagsgebrauch, zu besonderen Anlässen oder an heißen Sommertagen sind sicherzustellen.
Ziel ist die Schaffung eines Stadtraumes von hoher städtebaulicher Qualität und gesteigerter Aufenthaltsqualität, um somit Platz für soziale Zusammenkünfte im kleinen und großen Kreis zu bieten. Eine aus der multifunktionalen Nutzbarkeit resultierende veränderte Erschließung dieses öffentlichen Verkehrs- und Stadtraumes ist zu entwickeln, denn das heutige Erscheinungsbild des Neuen Marktes resultiert aus der Umgestaltung zu Beginn der 1970er Jahre unter der Prämisse einer optimierten Stellplatznutzung. Seitdem wird der Neue Markt vorrangig als Parkplatz, darüber hinaus zu regelmäßigen und besonderen Veranstaltungen sowie zu festgelegten Wochentagen als Marktstandort genutzt.
Um für den Stadtraum Neuer Markt ein überzeugendes Gesamtkonzept mit sehr hoher fachlicher Qualität zu generieren, wurde im Rahmen der Städtebauförderung ein zweiphasiger, städtebaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt.
Der erste Preisträger, das Büro Bruun & Möllers aus Hamburg konnte für die weiterführende Planung beauftragt und so die hohe Qualität des Siegerentwurfs bis zur Fertigstellung sichergestellt werden.
Umgesetzt wird ein Gesamtkonzept, das die städtebaulichen, denkmalpflegerischen, gestalterischen und funktionalen Anforderungen auf überzeugende Weise zusammenführt und die Gewinnung eines für Bevölkerung und Gäste gleichermaßen attraktiven öffentlichen Raumes verspricht.
Die Platzfläche soll weitgehend vom motorisierten Verkehr befreit und als attraktiver Aufenthaltsbereich und multifunktionaler Stadtplatz ausgebildet werden.
Hier ist vor allem das Element „Wasser“ ein zentraler Gestaltungspunkt und wird mit einem großen Wasserspiel sowie einem Trinkbrunnen umgesetzt. Neue Baumpflanzungen und Sitzmöglichkeiten schaffen Ruhezonen mit hoher Aufenthaltsqualität und lebendige Begegnungszonen. Wasserspiel und Baumpflanzungen sollen eine Antwort auf die Klimaveränderung auch in der historischen Altstadt geben.
Mit erweiterten Außennutzungsflächen für Gastronomie und Handel sowie großzügige und infrastrukturell gut ausgestattete Freiflächen können Veranstaltungen rund ums Jahr durchgeführt werden.
Der Pavillon als Einzeldenkmal soll saniert werden.
Einen weiteren räumlichen und inhaltlichen Schwerpunkt bildet der Bereich des Marienkirchhofes und des im Norden der Marienkirche gelegenen Sowjetischen Ehrenfriedhofes. Angestrebt wird eine sensible und überwiegend bestandsorientierte Aufwertung dieses historischen Areals und Zeugnisses der Stadtgeschichte als ein Ort des ehrenvollen Gedenkens sowie die stimmige Zonierung und Einbindung in den stadträumlichen Kontext.