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© Deutsches Meeresmuseum/Anke Neumeister

Katharinenkloster

Das Katharinenkloster zählt zu den besterhaltenen und ältesten seiner Art in Deutschland. Die Nutzung der ehemaligen Klosteranlage der Dominikaner durch das STRALSUND MUSEUM der Hansestadt Stralsund und das Deutsche Meeresmuseum ist einzigartig. In den letzten Jahren streben beide Museen gemeinsam durch verschiedene Maßnahmen an, den Gebäudekomplex wieder als Klosteranlage insgesamt erlebbar zu machen und die vielfältigen mittelalterlichen Raumzusammenhänge darzustellen.

Das Katharinenkloster zählt zu den besterhaltenen und ältesten seiner Art in Deutschland. Die Klosterkirche ist nahezu vollständig und das Kloster in seinen Hauptgebäuden trotz der nutzungsbedingten Umbauten weitestgehend unversehrt bewahrt geblieben. So vermittelt der Klosterkomplex – bestehend aus der Klosterkirche, den südlich anschließenden, um einen dreiflügeligen Kreuzganghof gruppierten Klausurgebäuden mit den westlichen Erweiterungsbauten – ein anschauliches Bild von mittelalterlicher Bettelordensarchitektur in den Hansestädten der Ostseeküste.

Heute sind in der ehemaligen Klosteranlage der Dominikaner das STRALSUND MUSEUM der Hansestadt Stralsund und das Deutsche Meeresmuseum untergebracht.

In den letzten Jahren streben beide Museen gemeinsam durch verschiedene Maßnahmen an, den Gebäudekomplex wieder als Klosteranlage insgesamt erlebbar zu machen und die vielfältigen mittelalterlichen Raumzusammenhänge darzustellen. So werden alte Durchgänge beispielsweise wieder geöffnet oder durch Glasfenster transparent gestaltet.


Deutsches Meeresmuseum

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ist eine Institution mit Strahlkraft, zählt zu den meistbesuchten Museumsinstitutionen Deutschlands und genießt auch international einen hervorragenden Ruf und hohes Ansehen als meereskundliche Einrichtung.

2017 wurde ein internationaler Architekturwettbewerb ausgelobt, aus dem Reichel Schlaier Architekten aus Stuttgart als Sieger hervorgingen. Ziel war es, das Stammhaus Meeresmuseum im Katharinenkloster baulich und funktional zu einem zeitgemäßen Museumsbau weiterzuentwickeln.

Dabei galt es, Gebäudeteile und historische Schichten aus verschiedenen Jahrhunderten und Generationen zu integrieren. Der sensible Umgang mit der Bausubstanz war essenziell, da das Ensemble zu den bedeutendsten städtebaulichen Strukturen der Hansestadt zählt und als Teil des UNESCO-Welterbes einen hohen denkmalpflegerischen Wert besitzt.

Das Konzept beruht auf der Idee, die wesentlichen Attraktionen des über Jahrzehnte gewachsenen Meeresmuseums zu erhalten, stärker herauszuarbeiten und neu zu beleben.

Die größte architektonische Herausforderung bestand darin, von der ersten Entwurfsphase bis hin zu Materialwahl und Detailgestaltung eine harmonische Verbindung zwischen der historischen Klosteranlage, den späteren Ergänzungsbauten und den neu hinzugefügten Elementen zu schaffen - eine Architektur, die das Alte respektvoll würdigt und das Neue stimmig ergänzt.

Seit 2020 erfolgten die aufwendigen Modernisierungs- und Neubauarbeiten, um die Ausstellungen und Aquarien zeitgemäß zu überarbeiten und den Ansprüchen an Barrierefreiheit im gesamten Rundgang, an Energieeffizienz und Modernität gerecht zu werden. So wurde u.a. der Eingangsbereich vollständig verändert und in ein angrenzendes Gebäude verlegt und mit der Vergasung des Westhofes ergänzt. Die Ausstellung in der Katharinenhalle ist nun vom Westportal erreichbar und das Kirchenschiff auch durch Öffnungen im freitragenden Stabwerk besser erlebbar. Über eine gläserne Brücke erreicht man einen neu errichteten Anbau mit eindrucksvollem Großfischaquarium, die Aquarien im historischen Kellergewölbe wurden modernisiert
Die umfangreiche Sanierung und Erweiterung wurde am 29.9.2025 mit einem Festakt sowie einem umfangreichen Programm und kostenlosem Eintritt für die Öffentlichkeit begangen.


STRALSUND MUSEUM

Das STRALSUND MUSEUM wurde 1859 als "Provinzialmuseum für Neuvorpommern und Rügen" gegründet. Nach Anfangsjahren im Rathaus konnte der Vorläufer des heutigen STRALSUND MUSEUM im Jahr 1924 in die mittelalterliche Klosteranlage einziehen. 1950 konnte das "Kulturhistorisches Museum Stralsund" weitere Räume im Westflügel vom städtischen Gymnasium übernehmen.

Nach verschiedenen Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen im „laufenden Betrieb“ wurde 2016 ein europaweites Vergabeverfahren durchgeführt mit dem Ziel, das älteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns an die heutigen Ansprüche eines zeitgemäßen Museumsbetriebs anzupassen und als bedeutendes Baudenkmal besser erlebbar zu machen.

Zu den Maßnahmen gehören sowohl die barrierefreie Erschließung, die Erneuerung aller technischen Anlagen und Medien, das Freilegen und die Restaurierung historischer Wand- und Deckenmalereien, die denkmalgerechte Sanierung der Bausubstanz, aber auch die Schaffung eines neuen Präsentationsformats mit einem veränderten Eingangsbereich, modernen Sanitär- und Garderobenbereichen, einer neu strukturierten Dauerausstellung, der Öffnung des angrenzenden Klosterhofs für Gäste ohne Ticket und eine Einbeziehung der angrenzenden ehem. Ernst-Moritz-Arndt-Schule in den Museumsrundgang und -betrieb.

So entsteht derzeit In der größten spätgotischen Klosteranlage des südlichen Ostseeraumes ein konsequent besucherorientiertes Museum, welches ein umfassendes Bild von 6.000 Jahren Handel, Austausch und Vielfalt im Ostseeraum und von der reichen Geschichte im UNESCO-Weltkulturerbe der Hansestadt Stralsund vermittelt.

Zur Verbessrung der Erreichbarkeit und Erhöhung der Aufenthaltsqualität ist außerdem eine Umgestaltung des Vorhofs des Stralsund Museums und des Nordhofes des Deutschen Meeresmuseums geplant.

Das einzigartige Klosterensemble wird mit diesen Maßnahmen als solches wieder erlebbar - „Ein Kloster – zwei Museen“. 

STRALSUND MUSEUM Gewölbe im ehem. Remter
© Deutsches Meeresmuseum/Anke Neumeister
Deutsches Meeresmuseum – Außenansicht
© Deutsches Meeresmuseum/Anke Neumeister
Deutsches Meeresmuseum – Außenansicht
© Deutsches Meeresmuseum/Anke Neumeister
Deutsches Meeresmuseum – Blick Westhof