Nördliche Hafeninsel
Mit der Sanierung der Nördlichen Hafeninsel soll sich dieser Bereich zu einem großzügigen und lebendigen Anziehungspunkt mit besonderem Erlebnis- und Aufenthaltscharakter und mit hoher Gestaltungsqualität entwickeln und dabei die Identität des ehemaligen Industrie-Areals als Kontrast zur Altstadt gestärkt werden.
Ein besonderes Highlight ist Schaffung einer neuen Stufenanlage aus Betonelementen mit Sitzstufen entlang des „Hansakais“, die sich zum Wasser entwickelt und zum Aufenthalt und zum Genießen der Aussicht über den Strelasund bis hin nach Rügen einlädt.
Die Nördliche Hafeninsel ist eine von zwei Hafeninseln, die die historische Entwicklung Stralsunds als Seehandelsstadt dokumentiert und als vorstädtische Erweiterung ein anschauliches Zeugnis der städtebaulichen Entwicklung der Stadt ablegt.
Der überwiegende Teil der Freiflächen einschl. des sogenannten Hansakais wurde in den vergangenen Jahren in mehreren Bauabschnitten, entsprechend eines 2017 durch das Landschaftsarchitekturbüro WES GmbH erstellten Gestaltungskonzeptes, neugestaltet.
Ziel der Sanierung ist es, die Nördliche Hafeninsel zu einem großzügigen und lebendigen Anziehungspunkt mit besonderem Erlebnis- und Aufenthaltscharakter und mit hoher Gestaltungsqualität zu entwickeln und dabei die Identität des ehemaligen Industrie-Areals als Kontrast zur Altstadt zu stärken.
Die Maßnahmen umfassten die technisch sehr anspruchsvolle Sanierung der Uferkanten, die (weitgehend barrierefreie) Umgestaltung und Ausstattung der Freiflächen sowie die Erneuerung von Versorgungsleitungen und Starkstromanlagen.
Bei der Sanierung und denkmalgerechten Neugestaltung der Oberflächen wurden hochwertige, funktionsgerechte und dem Ort angepasste Materialien nach einem einheitlichen und für die Altstadt typischen Gestaltungsprinzip eingebaut.
Auf den Freiflächen erfolgte der Einbau von besonderen Ausstattungselementen (bequeme Sitzmöbel, teilweise als bewegliche Elemente auf der bestehenden Schienenbahn und kleinere maritime Spielelemente, versenkbare Poller, etc.). In das Beleuchtungssystem der Hafeninsel wurden neue Gittermasten, auch als Reminiszenz an den industriellen Charakter der Hafenumgebung, integriert.
Ein besonderes Highlight ist Schaffung einer neuen Stufenanlage aus Betonelementen mit Sitzstufen entlang des „Hansakais“, die sich zum Wasser entwickelt und zum Aufenthalt und zum Genießen der Aussicht über den Strelasund bis hin nach Rügen einlädt.
Auf dem Hansakai wurde außerdem ein 'Kunst am Bau'-Projekt umgesetzt. Die Installation mit dem Titel 'Heringe' bezieht sich auf den kulturgeschichtlichen Kontext des Herings und das außergewöhnliche Phänomen des Heringsleuchtens. Die Bodenarbeit besteht aus 221 Glas-Einbauelementen, die ebenerdig in das Pflaster eingelassen wurden und als Leuchtkörper fungieren. Durch die Regulierung der Lichtintensität wirken diese sowohl tagsüber als auch bei Nacht. Die Ansteuerung der einzelnen Elemente basiert sowohl auf Erhebungen zum aktuellen Heringsbestand der Ostsee als auch interaktiv auf Besucherbewegungen direkt auf dem Platz.