Projekt Beckergrube
Die Neugestaltung der Beckergrube ist Teil des Rahmenplans Innenstadt mit Mobilitätskonzept der auf eine zukunftsfähige und integrierte Strategie für die Stärkung einer lebendigen Altstadt verweist. Die Beckergrube war mit ihrem starken Durchgangsverkehr und den überbreiten Verkehrsflächen ein Relikt der autogerechten Stadt. Bauliche Umgestaltungen sowie eine veränderte Verkehrsführung sollen die Straße an den Klimawandel anpassen, nachhaltige Mobilität und eine gesteigerte Aufenthaltsqualität begünstigen. Die Arbeiten des ersten Bauabschnitts begannen 2024 und sollen im Herbst 2026 abgeschlossen sein.
Die Neugestaltung der Beckergrube ist Teil des Rahmenplans Innenstadt mit Mobilitätskonzept. Als eines von fünf Schlüsselprojekten soll die Maßnahme die Aufenthaltsqualität erhöhen und den klimafreundlichen Verkehr in der Lübecker Innenstadt fördern. Die Inhalte geben Auskunft über Prioritäten und Ausgestaltungsmöglichkeiten zentraler Funktionen, wie Wohnen und Arbeiten, Einzelhandel und Gewerbe, Tourismus, Bildung und Kultur, die weiteren Planungen zugrunde gelegt werden. Es wurden damit frühzeitig in 2019 Ansätze für eine resiliente städtebauliche Entwicklung formuliert, die Bezug nimmt auf komplexe Herausforderungen wie die Mobilitätswende, den innerstädtischen Strukturwandel, Klimawandel und baukulturelle Aspekte berücksichtigt.
Als erstes Schlüsselprojekt ist die Neugestaltung der Beckergrube im ersten Bauabschnitt seit 2024 in der Umsetzung. Mit diesem Projekt wird die übergeordnete Aufgabe verfolgt, eine Verkehrsberuhigung in Verbindung mit einer Stärkung des klimafreundlichen Verkehrs, attraktive Aufenthaltsqualitäten sowie eine baukulturelle und funktionale „Wiedereingliederung“ in die Lübecker Altstadt umzusetzen. In der gesamten Straße erfolgt durch die Rücknahme von Parkplatzangeboten und der gleichzeitigen Ausweisung von Ladezonen, Fahrradabstellanlagen und einer Sharing-Station eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs. Die „zurückgewonnenen“ Flächen erhalten durch neues Stadtgrün, platzartige Aufweitungen, konsumfreie Sitzgelegenheiten sowie Aneignungsflächen für urbane Initiativen und kulturelle Angebote, heute nicht vorhandene Qualitäten. Gleichzeitig sollen die vielfältigen Nutzungen in der Beckergrube mit Flächen für Außengastronomie und Warenauslagen und einem „Ort“ für das Theater gestärkt werden. Der Rück- und Umbau hilft, wieder eine angemessene stadträumlichen Maßstäblichkeit herzustellen und es entsteht ein zeitgemäßer urbanen Stadtraum, der zugleich ein einladendes Tor zur Altstadt bildet.