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Aktuelles: Bauherrenpreis 2018 für Lübeck

 
 
30.11.2018

Von: B. Maaß

Das kleine Wohnhaus im Tünkenhagen 14 wurde mit zeitgemäßem Standard unter Berücksichtigung der historischen Befund saniert. Dank Abbruch eines neuzeitlichen Anbaus konnte eine dem Grundstück angemessene Hoffläche freigelegt werden. Die Bauherrin hat über die gesamte Bauzeit hohen persönlichen Einsatz gezeigt und einen erheblichen Anteil der Arbeiten in Eigenleistung erbracht. Der angespannte immobilienmarkt führt auch bei sanierungsbedürftigen Objekten oft zu überhöhten Kaufpreisforderungen. Die Bauherrin hat trotzdem den Mut aufgebracht, sich der Aufgabe als Einzelperson zu stellen. Die Sanierung für den eigenen Bedarf stellt einen guten Beitrag zur Stärkung des Wohnfunktion in der Altstadt dar und ist ein positives Beispiel für das Bekenntnis zum Leben im Welterbe. 

 

Bei der Sanierung des Gebäudes Fleischhauerstraße 85 wurde das Denkmal wieder freigestellt und die verfremdenden Eingriffe eines Totalumbaus für einen Druckereibetrieb im Jahre 1961 kenntlich gemacht. Besonders gelobt wird Rückbau der vollständigen Hofüberbauung. Durch den Verzicht auf Nutzfläche wird die historische Gebäudestruktur wieder ablesbar. Auch durch den Rückbau der erdgeschossigen Straßenfassade haben die Bauherren ihr Engagement für eine denkmalgerechte Sanierung unterstrichen. Das giebelständige Dielenhaus fügt sich wieder harmonisch in die markante Einheit der vier Giebelhäuser in der Blockrandbebauung der Fleischhauerstraße ein.

 

Das Mehrfamilienhaus in der Depenau 27 befindet sich in der problematischen Nachbarschaft einer Hochgarage. Die durchgeführte Sanierung stellt eine gute Lösung im Sinne von Stadtreparartur dar. Dank geschickter Grundrisse wurden Wohnungen mit hoher Qualität geschaffen. Die Bauherren-Familie zeigte auch mit Blick auf eine qualitätvolle Ausstattung für die zukünftigen Mieter*innen großes Engagement.


 
Bauherrenpreis 2018 für Lübeck
 
 
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